FORD SUPER-CAPRI

Die Kategorie der Spezialtourenwagen (Gruppe 5) brachte reinrassige Rennfahrzeuge hervor, die eigentlich mit dem Begriff der Tourenwagen kaum noch etwas gemeinsam hatten. Diese technisch hochklassigen Wagen konkurrierten zwischen 1976 und 1982 in der Marken-Weltmeisterschaft (natürlich auch in Le Mans) und ebenso in der Deutschen Rennsport-Meisterschaft.

Die PS-Schmiede Zakspeed von Erich Zakowski hatte zuerst einen „kleinen“ Turbo-Capri für die Zweiliter-Division der Deutschen Rennsport-Meisterschaft entwickelt. In der Division über zwei Liter waren die Porsche 935 die ungefährdeten Matadoren. Ganz plötzlich ließ Zakspeed 1980 (mit Klaus Ludwig am Steuer) gegen diese Porsche-Meute einen Super-Capri los. Dessen Vierzylinder- Turbomotor mit 1745 ccm leistete zwar „nur“ 600 PS, aber 200 Kilo leichter als ein Porsche 935 (800 PS). Und der Capri glänzte durch eine extreme Diffusor-Technik. Ford-Konstrukteur Thomas Ammerschläger bündelte das in dem Satz: „Wir erzielten so viel Abtrieb, dass der Super-Capri ab 280 km/h theoretisch auch an der Decke eines Raumes hätte fahren können.“

Jägermeister hatte für 1982 und für 1983 einen Vertrag mit Ford über den Einsatz eines neuen Gruppe C-Rennsportwagens geschlossen. Diese „Flunder“ kam jedoch nie so richtig in Fahrt. Und deshalb holte Zakspeed 1982 immer dann den Super-Capri (nun in Jägermeister Farbe) aus dem der Garage, wenn der neue Gruppe-C-Ford wieder schwächelte. Und Klaus Ludwig brannte dann im Jägermeister-Super-Capri stets eine brillante Show ab.

Ford Capri

Details

Gewicht: 780 kg
Hubraum: 1745 Liter
Leistung: 600 PS (Turbo) ~ 6400 U/Min.
Vmax: 300 km/h

Piloten

Klaus Ludwig